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Wie lange dauert es, bis ein Burn-out-Syndrom entsteht? Drucken E-Mail

    

Wie lange die Kraftreserven vorhalten, hängt von der Diskrepanz zwischen verfügbarer Energie und tatsächlicher Belastung ab. Führt eine höhere Diskrepanz auch zu einem schnelleren Burn-out. Selbst wenn die Diskrepanz nur klein ist, kann sie zu einem Burn-out führen, wenn sie über einen längeren Zeitraum besteht. Die Grafik unten zeigt die beiden Extreme „Langzeit-Überlastung“ und „kurzzeitige Extrembelastung“. Der Übergang von „müde“ zu „ausgebrannt“ ist fließend – in der Grafik ist dies durch das langsam dunkler werdende Grün dargestellt.

      

Langzeit-Überlastung

Langzeit-Überlastung rächt sich oft erst nach Jahren, manchmal sogar Jahrzehnten, in Form eines Burn-out-Syndroms. Das Burn-out-Syndrom entsteht aus einem Zusammenspiel aller Stressfaktoren – und nicht allein aufgrund der Arbeitsbelastung.

  

 

    

Kurzzeitige Extrembelastung

Im Falle der kurzzeitigen Extrembelastung entsteht der Burn-out durch rücksichtslosen Raubbau an Ihrem Körper. Es lässt sich nicht vorhersagen, wie lange es dauert, bis die Kraftreserven des Körpers aufgebraucht sind und der Ermüdungszustand chronisch wird. In extremen Fällen können schon ein paar Monate genügen. Da die Belastung im Normalfall Schwankungen unterliegt, dauert es meistens jedoch ein paar Jahre.

  

Welche Form des Burn-out-Syndroms kommt am häufigsten vor?

Wenn wir vom Burn-out-Syndrom hören oder lesen, ist meist die durch kurzzeitige Extrembelastung hervorgerufene Form gemeint. Ist dies jedoch auch die häufigste Form des Burn-out-Syndroms? Kurzzeitige Extrembelastung als Ursache für ein Burn-out-Syndrom ist wesentlich leichter festzustellen als Langzeit-Überlastung, da es meist offensichtlich ist, dass der Betroffene zu großem Stress ausgesetzt ist oder war. Zwar entstehen die Symptome immer schleichend, bei dieser Form des Burn-outs entwickeln sie sich aber trotzdem schnell genug, um sie eindeutig den äußeren Umständen zuzuordnen. Ursache und Wirkung können deshalb bei kurzzeitiger Extrembelastung leichter miteinander in Verbindung gebracht werden als bei der Langzeit-Überlastung.

  

Zu den Symptomen des Burn-out-Syndroms gehören auch Veränderungen der Persönlichkeit. Reizbarkeit und Jähzorn sind keine Seltenheit. Steht jemand unter großem Druck und Anspannung, bringen Außenstehende plötzlich auftretenden Jähzorn gewöhnlich schnell mit der Situation in Verbindung: „Sie ist eben im Moment nicht ganz sie selbst – ihre Arbeit ist unglaublich stressig. Außerdem arbeitet sie viel zu viel.“ Schwieriger wird es, wenn die Überlastung über Jahre andauert. Menschen, die ursprünglich ruhige und ausgeglichene Zeitgenossen waren, verändern sich im Laufe der Zeit so langsam und unmerklich, dass andere die Veränderung zuerst nicht wahrnehmen – bis das Umfeld völlig vergessen hat, dass Jähzorn und Reizbarkeit ursprünglich nicht zu ihren Charaktereigenschaften gehörten. Auch die Betroffenen selbst gewöhnen sich an die Symptome und „vergessen“, wie ausgeglichen sie ursprünglich waren.

 

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